Wie kann ich meinen Vierbeiner das Hundebellen abgewöhnen? *7 Tipps gegen Kläffer*

Hundebellen abgewöhnen

Ja, man kann Hundebellen abgewöhnen, aber selbstverständlich nur zu einem gewissen und vor allem gesunden Teil. Denn zu einem Hund gehört das Bellen als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel natürlich mit dazu. Stell dir vor, man würde dir verbieten zu reden, wie würde es dir gehen nach ein paar Tagen ohne ein Wort gesprochen zu haben? In diesen Abschnitt widmen wir uns daher hauptsächlich um das unerwünschte Gebell, welches scheinbar oft völlig sinnlos und zu den denkbar ungünstigsten Zeitpunkten kommt. Dein Hund bellt nicht ohne Grund oder aus Dummheit. Oft verursachen Unterforderung, Langeweile, Jagdtrieb, Beschützer-Instinkt, fehlende Sozialisierung oder Angst das unerwünschte Hundegebell. Finde in diesem Kapitel heraus welcher Typ Hund deine Fellnase ist und was die Ursachen für sein Belle sind. Mit den folgenden Tipps und Tricks kannst du deinen Liebling das Bellen abgewöhnen.

Alles gegen bellen

Inhaltsverzeichnis:

  1. Bellen aus Rassegründen
  2. Bellen aus Langeweile
  3. Bellen zum Schutz
  4. Bellen aus Angst
  5. Das anerzogene Bellen
  6. Wenn nichts mehr hilft gegen das Bellen
  7. Bekannte Hilfsmittel gegen Bellen

Was kann die Ursache für das ständige Hundebellen sein?

Hundebellen abgewöhnen Rasse#1 – Rassebedingtes Bellen

Einige Hunderassen bellen fast gar nicht und andere wiederum können von dem ständigen Hundegebell garnicht genug bekommen. Je nach Hunderasse ist der Trieb zum Bellen daher unterschiedlich stark ausgeprägt. Somit kann man auch nicht pauschal beantworten wie lange das Hundebellen abgewöhnen dauern wird, denn das hängt von dem jeweiligen Hundetyp ab. Natürlich solltest du dich als Hundebesitzer im idealfall schon vor dem Kauf darüber informieren, ob die Wunschrasse und das damit verbundene Temperament zu dir und deiner Lebensweise passt – aber wer macht das schon. Seien wir ehrlich, die meisten Hunde werden oft ohne Vorkenntnis nur auf Grund des Aussehens gekauft. Spätere Erkenntnisse kommen dann leider viel zu spät und das Hundebellen abgewöhnen wird dann schwieriger, vor allem dann wenn der Hund im Welpen-Alter nicht gut erzogen wurde. Mit einigen Erziehungstricks ist es aber möglich. Sei dir zunächst einmal im klaren, das die Rasse deines Hundes maßgeblichen Einfluss auf sein Bell-Verhalten hat. Finde zunächst heraus was die spezifischen Eigenschaften deiner Hunderasse sind und beginne dann erst mit dem Hundebellen abgewöhnen.

Checkliste HundeerziehungCheckliste zur Hunderasse

  • Jagdhunde Bspw. toben viel, apportieren gern, brauchen Kopfarbeit und haben viel Energie
  • Yorkshire waren ursprünglich Mäuse und Rattenfänger, sie sind sehr aufgeweckt und reagieren auf kleine Geräusche
  • Schäferhunde sind Wach- und Hüte-Hunde, das Beschützen liegt ihnen im Blut
  • Der Border Collie ist ebenfalls ein Hüte-Hund mit ausgeprägten Schutzinstinkt

Zeige weiter Hunderassen mit Rasseinfos*


Hundebellen abgewöhnen#2 – Bellen aus Langeweile

Wenn wir Menschen gelangweilt sind fangen wir an zu erzählen und beschäftigen uns. Geschichten erzählen, Spiele ausdenken uns einfach ablenken bis wieder etwas aufregenderes passiert. Deinem Hund geht es nicht anders, er ist dazu geschaffen um auf Wiesen zu tollen, mit Artgenossen zu spielen und Futter zu jagen. Der Hund lebt seit schätzungsweise 15.000 Jahren bei dem Menschen und der ursprüngliche Grund für ein Zusammenleben mit dem Menschen ist die gemeinsame Jagd, das Hüten und beschützen. Vergiss also nicht, das der Bewegungsdrang und die Neigung zum Bellen tief in den Genen deines Hundes verwurzelt ist und natürlich das Hundebellen abgewöhnen erschwert. Dein Hund hat Instinkte die aus Zeiten stammen als der Mensch noch nicht sesshaft war. Beginne also damit deinen Hund zu beschäftigen um das Bellen aus Langeweile zu beseitigen. Verschaffe deinem Hund mehr Aufmerksamkeit und sorge regelmäßige für genügend Auslauf und Bewegung. Ausgepowerte Hunde sind zufriedene und vor allem leise Hunde.

Checkliste HundeerziehungCheckliste so beschäftigst du deinen Hund

  • Lass deinen Hund nicht zu lange alleine zu hHuse
  • Gehe regelmäßig mit deinen Hund spazieren und spielen
  • Verschaffe deinen Hund Kopfarbeit und Beschäftigung
  • Denke dir Spiele aus die deinen Hund geistig fordern
  • Ignoriere deinen Hund nicht, reagiere angemessen
  • Ermögliche deinen Hund soziale Kontakte zu Artgenossen
  • Mit regelmäßiger Aufmerksamkeut kannst du deinen Hund das Bellen abgewöhnen

Es gibt viele Hilfsmittel um deinen Hund geistig und Körperlich zu fordern:


Hundebellen abgewöhnen#3 – Bellen zum Schutz

Einige Hunderassen haben einen stark ausgeprägten Beschützer-Instinkt. Auch das kann dazu führen das dein Verusch des Hundebellen abgewöhnen etwas länger dauert. In diesem Fall dient das Bellen deines Hundes dazu, dich und deine Familie zu warnen oder den „Feind“ in die Flucht zu schlagen. Sei dir im klaren darüber das dein Hund dich in diesem Fall nur beschützen will, ihn einfach nur dafür zu bestrafen wäre falsch und im hohen Maße frustrieren für deinen Hund. Natürlich sollte dein Hund wiederum nicht minuten lang kläffen nur weil es an der Tür klingelt. Bringe ihm als bei, das ein kurzer Warnhinweis völlig ausreicht um die Gefahr zu beseitigen. Lass deinen Hund kurz bellen und mäßige ihn dann mit einem kurzen aber klaren Befehl, kommt er nun zurück lobst ihn angemessen dafür. Dein Hund wird mit der Zeit lernen das ein kurzes Anschlagen genügt um dich zu warnen. Hört er trotz deines Befehls nicht auf zu bellen, dann verleihe deinem Befehl mehr Nachdruck und Autorität. Wie du das machst erfährst du im Kapitel Hundeerziehung.

Checkliste HundeerziehungCheckliste bei Hundebellen zum Schutz

  • Lass deinen Hund kurz anschlagen, das Verhalten ist normal
  • Mäßige deinen Hund mit einem kurzen aber klaren Befehl
  • Lobe deinen Hund angemessen wenn er auf dich hört
  • Schimpfe nicht immer nur, dein Hund will dich nur beschützen
  • Verleihe deinem Befehl ausreichend Autorität und Kraft

Wenn keine deiner Versuche fuktionieren

Wenn all diese Tipps bei deinem Hund nicht funktionieren, du aber trotz dem schnelle Hilfe braucht weil sich vielleicht Nachbarn schon belästigt fühlen von dem Gebell, dann denke über folgende Hilfsmittel nach:

Für das Bellen in ganz spezifischen Situationen kann dir dieser Ratgeber helfen.

 


Hundeerziehung Gewalt#4 – Bellen aus Angst oder Stress

Es gibt Hunde die auf Grund ihrer Rasse oder schlechter Erfahrungen im Leben sehr ängstlich sind. Diese Hunde bellen einfach weil sie Angst verspüren und nicht wissen wie sie sich wehren sollen. Im schlimmsten Fall schlägt die Angst in Aggression und sogar gefährlichen Angriff über. Ist dein Hund eher von der ängstlichen Sorte, dann sei vorsichtig mit deiner Bestrafung oder mit verbaler Gewalt. Diese Reaktionen können die Ängste in deinem Hund noch verstärken und somit den Versuch das Hundebellen abgewöhnen zu wollen erheblich erschweren. Wenn sich eine Gefahrensituation nähert, versuche nicht deinen Hund darauf vorzubereiten in dem du auf ihn einredest oder dich plötzlich beunruhigend verhältst. Deine Unruhe überträgt sich sofort auf deinen Hund. Wie du im Kapitel Hundeerziehung lesen kannst, interpretiert dein Hund deine Stimmlage, Körperhaltung und deinen Gesichtsausdruck. Stehen bei dir also alle Zeichen auf Gefahr, so wird auch dein Hund Gefahr empfinden und entsprechend negativ auf diese Bedrohung reagieren. Oft verleiten Hundebesitzer durch ihr eigenes Fehlverhalten ihre Hunde zum Fehlverhalten, meist völlig unbewusst.

Alles gegen bellen
Solches Verhalten deinem Hund gegenüber macht ihn fast schon scharf, verändere dein Verhalten daher sofort. Versuche immer ruhig und gelassen zu bleiben, auch wenn es schwer fällt. Verhalte dich in einer Gefahrensituation nicht anders als beim normalen spazieren gehen. Rede nicht übermäßig auf deinen Hund ein, wechsle nicht unter vorheriger Ankündigung die Straßenseite. Wenn es auch mit kurzer Leine, ruihger Stimme und normalem Tempo funktioniert, dann sollte das deine Wahl sein. Lobe deinen Hund kurz wenn es geklappt hat zu einem angemessenen Zeitpunkt (nicht zu früh oder zu spät).

Checkliste HundeerziehungCheckliste für verängstigte Hunde

  • Verstärke die Angst niemels durch dein eigenes unruhiges Verhalten
  • Achte auf deine eigene Körperhaltung, Stimmlage und Mimik ( steht etwas auf Gefahr?)
  • Ändere nicht schlgartig dein Verhalten denn auch das stellt für deinen Hund eine mögliche Gefahr dar
  • Sei ruhig und verständnisvoll, bleib gelassen auch in schwierigen Situationen
  • Habe ausreichend Geduld um deinen Hund Bellen abgewöhnen zu können


Hundeerziehung betteln#5 – Das gelernte Hundebellen abgewöhnen

Hunde sind nicht dumm. Dein Hund kann sich sehr wohl Dinge gut merken und weiß genau was funktioniert und was nicht. Worauf Manche Hunde bellen weil sie Futter wollen, einen Ausflug machen wollen oder einfach nur Aufmerksamkeit suchen. Gewöhne deinen Hund also nicht an, das er das bekommt was er will, wenn er bellt. Wenn dir dein Hund ein Tauschgeschäft anbietet, nähmlich Bellen gegen eine Belohnung, dann gehe nicht darauf ein. Ignoriere sein Verhalten und belohne erst wenn DU es für richtig hältst.

Checkliste HundeerziehungCheckliste bei Hundebellen für Aufmerksamkeit

  • Ignoriere das Hundebellen für Aufmerksamkeit soweit es dir möglich ist
  • Trainiere deinen Hund nicht das Bellen für eine Gegenleistung an
  • Belohne deinen Hund nur bei angemessenem Verhalten und wenn DU es gestattest


Hundebellen abgewöhnen#6 – Wenn eigene Maßnahmen nicht mehr helfen

Bist du mit deiner eigenen Hundeerziehung am Ende?  Ist das Hundebellen abgewöhnen bei dir schon lange gescheitert und nichts hilft mehr? Dann wende die Tricks der Hundeprofis an. Es gibt zahlreiche Bücher, Videos und DVD´s* über spezifische Hundeerziehung, auch zum Thema Bellen abgewöhnen. Da das Angebot denkbar groß ist, orientiere dich am besten an die bekanntesten Hundetrainer wie beispielsweise Martin Rütter. Solche Hundetrainer haben Jahrzehnte lange Erfahrung und kennen einfache psychologische Tricks die deinen Hund in wenigen Tagen, Wochen oder manchmal sogar Stunden schlechte Verhaltensweisen abgewöhnen können.

Wen du genügen Zeit und finanzielle Mittel hast, dann wende dich an eine professionelle Hundeschule. Es gibt beispielsweise fast 100 Hundeschulen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol die die Erziehungsmethoden von Martin Rütter anwenden.

Checkliste HundeerziehungCheckliste bei Hundebellen wenn nichts mehr hilft

  • Nutze Bücher und Videos*
  • Wende die Tricks der Profis an
  • Suche dir eine professionelle Hundeschule

Schau dir dazu auch folgendes an:

Hundetraining mit Martin Rütter und Video-Kurs für Hundeerziehung


Hundebellen abgewöhnen#7 – Verwende Hilfsmittel

Wenn nichts mehr hilft sind oft Angebote wie Erziehungshalsbänder* die rettende Lösung. Wenn sich dein Hund von deinen Befehlen nicht mehr beeindrucken lässt, hilft es deinem Befehl mehr Nachdruck zu verleihen. Erziehungshalsbänder gibt es mit Wasserstrahl, Ton oder Vibration. Sei dir sicher das dein Hund davon beeindruckt sein wird und schnell wieder in den Genuss deiner Aufmerksamkeit kommt. Denke aber immer daran, das sich dein Hund bei zu häufigem Gebrauch dieser Hilfsmittel zu schnell daran gewöhnt. Setze diese Maßnahmen also nur ein, wenn sie wirklich notwendig ist.

Checkliste HundeerziehungCheckliste für Hilfsmittel bei Hundebellen

Zeige alle Hilfsmittel gegen Bellen


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Letzte Aktualisierung am 19.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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