Wie kann ich meinen Vierbeiner das Hundebellen abgewöhnen? *7 Tipps gegen Kläffer 2019*

Hundebellen abgewöhnen

Ja, man kann Hundebellen abgewöhnen, aber selbstverständlich nur zu einem gewissen und vor allem gesunden Teil. Denn zu einem Hund gehört das Bellen als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel natürlich dazu. Stell dir vor, man würde dir verbieten zu reden, wie würde es dir gehen nach ein paar Tagen ohne ein Wort gesprochen zu haben? In diesen Abschnitt widmen wir uns daher hauptsächlich dem unerwünschten Gebell, welches scheinbar oft völlig sinnlos und zu den denkbar ungünstigsten Zeitpunkten kommt. Erfahre hier, wie du die Ursachen des Bellen effektiv bekämpfen kannst und welche Hilfsmittel dazu geeignet sind.


Die häufigsten Ursachen von Bellen:

Wie viel Bellen ist normal und wann wird es zum Problem?

Wenn dein Hund kurz anschlägt und mit einem klaren Befehl wieder aufhört, dann ist alles in Ordnung. Doch wenn er wegen jeder Kleinigkeit die Fassung verliert und sich in Rage bellt, sollte schnell gehandelt werden, damit sich das übermäßige Bellen nicht verfestigt und zur Gewohnheit wird. Neben dem rassebedingten Bellen, hat jeder Hund seinen ganz eigenen Charakter, es ist wichtig auf deisen Charakter einzugehen. Sicher ist, dass dein Hund nicht mutwillig bellt um dich zu ärgern, oft stecken dahinter tiefgehendere Probleme, auf die wir in den nächsten Abschnitten näher eingehen werden.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Bellen aus Rassegründen
  2. Bellen durch Unterforderung und Langeweile
  3. Bellen zum Schutz
  4. Bellen aus Angst
  5. Das anerzogene Bellen
  6. Wenn nichts mehr hilft gegen das Bellen
  7. Bekannte Hilfsmittel gegen Bellen

7 typische Auslöser für Hundebellen und was man dagegen tun kann

Hundebellen abgewöhnen RasseAuslöser #1 – Das Rassebedingte Bellen

Einige Hunderassen bellen fast gar nicht, andere können von dem ständigen Hundegebell garnicht genug bekommen. Je nach Hunderasse ist der Trieb zum Bellen unterschiedlich stark ausgeprägt. Somit kann man auch nicht pauschal beantworten, wie lange das Hundebellen abgewöhnen dauern wird, denn das hängt von dem jeweiligen Hundetyp ab. Natürlich solltest du dich als Hundebesitzer im Idealfall schon vor dem Kauf darüber informieren, ob deine Wunschrasse und das damit verbundene Temperament zu dir und deiner eigenen Lebensweise passt – aber wer macht das schon? Seien wir ehrlich, die meisten Hunde werden ohne Vorkenntnisse, nur auf Grund des Aussehens gekauft. Spätere Erkenntnisse kommen dann leider viel zu spät und das Hundebellen abgewöhnen wird dann schwierig. Vor allem dann, wenn der Hund schon im Welpen-Alter nicht gut erzogen wurde. Mit einigen Erziehungstricks ist es aber möglich. Sei dir zunächst einmal im klaren, das die Rasse deines Hundes maßgeblichen Einfluss auf sein Bell-Verhalten hat. Finde zunächst heraus, was die spezifischen Eigenschaften deiner Hunderasse sind und beginne dann erst mit dem Hundebellen abgewöhnen.

Einige Beispiele:

  • Jagdhunde toben viel, apportieren gern, brauchen Kopfarbeit und haben viel Energie
  • Yorkshire waren ursprünglich Mäuse und Rattenfänger, sie sind sehr aufgeweckt und reagieren auf kleinste Geräusche
  • Schäferhunde sind Wach- und Hüte-Hunde, das Beschützen liegt ihnen im Blut
  • Der Border Collie ist ebenfalls ein Hüte-Hund mit ausgeprägten Schutzinstinkt

Das sind nur einige Beispiele von Hunderassen, die ganz spezifische Eigenschaften besitzen. Unter dem nachfolgenden Link kannst du dir spezifische Informationen über deine Hunderasse einholen:

Zeige weiter Hunderassen mit Rasseinfos*


Hundebellen abgewöhnenAuslöser #2 – Das Bellen aus Langeweile und Unterforderung

Wenn wir Menschen gelangweilt sind, fangen wir an zu erzählen und beschäftigen uns. Geschichten erzählen, Spiele ausdenken, uns einfach ablenken, bis wieder etwas aufregendes passiert. Deinem Hund geht es da nicht anders. Er ist dazu geschaffen um auf Wiesen zu tollen, mit Artgenossen zu spielen und Beute zu jagen. Der Hund lebt seit schätzungsweise 15.000 Jahren bei dem Menschen und der ursprüngliche Grund für ein Zusammenleben mit dem Menschen ist:

  • Die gemeinsame Jagd
  • Das Hüten und beschützen
  • Das arbeiten und helfen

Vergiss also nicht, dass der Bewegungsdrang, aber auch die Neigung zum Bellen tief in den Genen deines Hundes verwurzelt sind und das Hundebellen abgewöhnen erschweren kann. Dein Hund hat Instinkte, die aus Zeiten stammen, als der Mensch noch nicht sesshaft war. Beginne also damit, deinen Hund zu beschäftigen um das Bellen aus Langeweile zu beseitigen. Verschaffe deinem Hund mehr Aufmerksamkeit und sorge regelmäßige für genügend Auslauf, Kopfarbeit und Bewegung. Ausgepowerte Hunde sind zufriedene und vor allem leise Hunde.

So kannst du das Bellen mit ausreichend Beschäftigung vermeiden:

  • Lass deinen Hund nicht zu lange alleine –> Tipps gegen Einsamkeit
  • Gehe regelmäßig mit deinen Hund spazieren und verwende –> Hundespiele
  • Verschaffe deinem Hund genügend Kopfarbeit und Beschäftigung –> Denksport für Hunde
  • Ignoriere deinen Hund nicht, reagiere angemessen –> Vermeide Erziehungsfehler
  • Ermögliche deinem Hund soziale Kontakte zu anderen Artgenossen, isoliere ihn nicht
  • Mit regelmäßiger Aufmerksamkeut kannst du das Bellen deines Hundes reduzieren

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Hundebellen abgewöhnenAuslöser #3 – Das Bellen zum Schutz

Einige Hunderassen haben ein stark ausgeprägten Beschützer-Instinkt. Auch das kann dazu führen, dass dein Verusch des Hundebellen abgewöhnen etwas länger dauert. In diesem Fall dient das Bellen deines Hundes allein dazu, dich und deine Familie zu warnen oder den “Feind” in die Flucht zu schlagen. Sei dir im klaren darüber, dass dein Hund dich in diesem Fall nur beschützen will, ihn einfach nur dafür zu bestrafen wäre falsch und im hohen Maße frustrieren. Natürlich sollte dein Hund wiederum nicht minuten lang kläffen, nur weil es an der Tür klingelt. Bringe ihm bei, dass ein kurzer Warnhinweis völlig ausreicht um die Gefahr zu beseitigen. Lass dein Hund kurz bellen und mäßige ihn dann mit einem kurzen aber klaren Befehl. Kommt er nun zurück, lobst du ihn angemessen dafür. Dein Hund wird mit der Zeit lernen, dass ein kurzes Anschlagen genügt um dich zu schützen. Hört er trotz deines Befehls nicht auf zu bellen, dann verleihe deinem Befehl mehr Nachdruck und Autorität. Wie du das machst, erfährst du im Kapitel Hundeerziehung.

So verhinderst du Hundebellen zum Schutz:

  • Lass deinen Hund kurz anschlagen, das Verhalten ist normal
  • Mäßige dein Hund mit einem kurzen aber klaren Befehl
  • Lobe dein Hund angemessen, wenn er korrekt auf dich reagiert hat
  • Schimpfe nicht immer nur, dein Hund will dich nur beschützen
  • Verleihe deinem Befehl ausreichend Autorität und Kraft

Was ist, wenn das alles nicht funktioniert?

Wenn all diese Tipps bei deinem Hund nicht funktionieren, du aber trotz dem schnelle Hilfe braucht, weil sich vielleicht Nachbarn schon belästigt fühlen von dem Gebell, dann denke über Hilfsmittel nach.


Hundeerziehung GewaltAuslöser #4 – Bellen aus Angst, Stress und Verunsichertheit

Es gibt Hunde, die auf Grund ihrer Rasse oder schlechter Erfahrungen im Leben sehr ängstlich geworden sind. Diese Hunde bellen, weil sie Angst verspüren und nicht wissen wie sie sich anders wehren sollen. Im schlimmsten Fall schlägt die Angst in Aggression oder sogar in einen gefährlichen Angriff über. Ist dein Hund eher von der ängstlichen Sorte, dann sei vorsichtig mit deiner “Bestrafung” und mit verbaler Gewalt. Diese Reaktionen können die vorhandenen Ängste in deinem Hund noch verstärken und somit den Versuch das Hundebellen abgewöhnen zu wollen erheblich erschweren. Wenn sich eine Gefahrensituation nähert, versuche nicht dein Hund darauf vorzubereiten, in dem du auf ihn einredest oder dich plötzlich beunruhigend verhältst. Deine Unruhe überträgt sich nämlich sofort auf deinen Hund. Wie du im Kapitel Hundeerziehung lesen kannst, interpretiert dein Hund deine Stimmlage, Körperhaltung und deinen Gesichtsausdruck. Stehen bei dir also alle Zeichen auf Gefahr, so wird auch dein Hund Gefahr empfinden und entsprechend negativ auf diese Bedrohung reagieren. Oft verleiten die Hundebesitzer selbst ihren Hund zu einem Fehlverhalten, denn sie senden selbst Panik, Angst oder Aggression aus, ohne es zu bemerken.

Überprüfe dein eigenes Verhalten gegenüber deinem Hund

Nervöses und aggressives Verhalten deinem Hund gegenüber, macht ihn fast schon scharf. Verändere dein Verhalten daher sofort. Versuche immer ruhig und gelassen zu bleiben, auch wenn es schwer fällt. Verhalte dich in einer Gefahrensituation nicht anders als beim normalen spazieren gehen. Rede nicht übermäßig auf dein Hund ein, wechsle nicht unter vorheriger Ankündigung die Straßenseite. Wenn es auch mit kurzer Leine, ruihger Stimme und normalem Tempo funktioniert, dann sollte das deine Wahl sein. Lobe deinen Hund kurz wenn es geklappt hat, zu einem angemessenen Zeitpunkt (nicht zu früh oder zu spät).

So verhältst du dich in einer Gefahrensituation richtig:

  • Verstärke die Angst niemels durch dein eigenes unruhiges Verhalten
  • Achte auf deine eigene Körperhaltung, Stimmlage und Mimik (vermittelst du den Eindruck einer Gefahr?)
  • Ändere nicht schlagartig dein Verhalten, denn auch das stellt für deinen Hund eine mögliche Gefahr dar
  • Sei ruhig und verständnisvoll, bleib gelassen (auch in schwierigen und anstrengenden Situationen)
  • Habe ausreichend Geduld um deinen Hund das Bellen abgewöhnen zu können

Hundeerziehung bettelnAuslöser #5 – Das gelernte Hundebellen abgewöhnen

Hunde sind nicht dumm. Dein Hund kann sich Dinge durchaus merken und weiß genau was funktioniert und was nicht. Viele Hunde bellen, weil sie eine gewisse Gegenleistung dafür erwarten. Das kann Aufmerksamkeit, eine Gassirunde oder Futter sein. Gewöhne dein Hund also nicht an, dass er etwas für sein Bellen bekommt. Wenn dir dein Hund ein Tauschgeschäft anbietet, nähmlich Bellen gegen eine Belohnung, dann gehe nicht darauf ein. Ignoriere sein Verhalten und belohne erst wenn DU es als Rudelführer für richtig hältst.

So verhinderst du Bellen gegen Aufmerksamkeit:

  • Ignoriere das Hundebellen für Aufmerksamkeit, soweit es möglich ist
  • Trainiere deinem Hund nicht das Bellen für eine Gegenleistung an
  • Belohne dein Hund nur bei angemessenem Verhalten und wenn DU es als Rudelführer gestattest

Hundebellen abgewöhnenAuslöser #6 – Nichts hilft mehr gegen das Bellen?

Bist du mit deiner eigenen Hundeerziehung am Ende?  Ist das Hundebellen abgewöhnen bei dir schon lange gescheitert und nichts hilft mehr? Dann wende die Tricks der Hundeprofis an. Es gibt zahlreiche Bücher, Videos und DVD´s* über spezifische Hundeerziehung, auch zum Thema Bellen abgewöhnen. Da das Angebot denkbar groß ist, orientiere dich am besten an die bekanntesten Hundetrainer wie beispielsweise Martin Rütter. Solche Hundetrainer haben Jahrzehnte lange Erfahrung und kennen einfache psychologische Tricks die deinen Hund in wenigen Tagen, Wochen oder manchmal sogar Stunden schlechte Verhaltensweisen abgewöhnen können.

Wen du genügen Zeit und finanzielle Mittel hast, dann wende dich an eine professionelle Hundeschule. Es gibt beispielsweise fast 100 Hundeschulen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol die die Erziehungsmethoden von Martin Rütter anwenden.

Das kannst du tun, wenn nichts mehr gegen das Bellen hilft:


Hundebellen abgewöhnenAuslöser #7 – Bisher die falschen Hilfsmittel angewendet

Wenn sich dein Hund von deinen Befehlen nicht mehr beeindrucken lässt, hilft es deinem Befehl mehr Nachdruck zu verleihen. Hierzu kannst du diverse Hilfsmittel für zu Hause anwenden. Mitlerweile gibt es auf dem Markt eine sehr große Auswahl von Anti Bell Produkten.

Effektive Hilfsmittel gegen Bellen:

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